Gewichtsverlust und Nerveneinklemmung

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Anonim

Nerveneinklemmung, auch bekannt als Nervenkompressionssyndrom oder Kompressionsneuropathie, ist ein medizinisches Problem, das eine Vielzahl von Krankheiten umfasst. Im Allgemeinen bezieht sich Einschließen auf Druck, der auf einen Nerv ausgeübt wird. Einige der bekanntesten Formen des Nerveneinschlusses sind diabetische Neuropathie, Karpaltunnelsyndrom und Ischias. Die Ursachen von Nerveneinklemmungen sind unterschiedlich, aber Gewichtsverlust kann für manche Menschen ein Faktor sein.

Ein Arzt untersucht das Handgelenk eines Patienten, das sich in einer Zahnspange befindet. Bildnachweis: Wavebreakmedia Ltd / Lightwavemedia / Getty Images

Nervenverstrickung

Der Nerveneinschluss erfolgt durch manuellen Druck auf einen einzelnen Nerv oder ein Nervenbündel. Stellen Sie sich einen Nerv als Gartenhaus vor. Eine chronische Belastung des flexiblen Schlauchs kann eine Falte verursachen, die den Durchfluss beeinträchtigt. Nerven dienen als Leitungen, die Botschaften an verschiedene Bereiche des Körpers senden und für Empfindungen wie Berührungen verantwortlich sind. Wenn die Oberfläche eines Nervs wie ein Gartenschlauch beschädigt wird, bildet sich eine "Falte", die die Übertragung chemischer Botschaften beeinträchtigt.

Gewichtsverlust

Ärzte der Abteilung für Orthopädie und Traumatologie der Mustafa-Kernal-Universität haben 2008 für das "Journal of Brachial Plexus and Peripheral Nerve Injury" einen Bericht über die Auswirkung eines extremen Gewichtsverlusts auf den oberflächlichen Einschluss von Peroneusnerven verfasst. Der Patient litt an Anorexia nervosa, und die Ärzte waren der Ansicht, dass Fettverschiebungen ein Faktor für das Nervenproblem gewesen sein könnten. Die Autoren des Berichts, Teoman Toni Sevinç und Kollegen, kamen zu dem Schluss, dass in Fällen, in denen ein Nerveneinschluss vorliegt, Veränderungen im subkutanen Fett durch Gewichtsverlust eine mögliche Quelle sein könnten.

Symptome

Allgemeine Symptome der Nervenkompression sind Schmerzen, Taubheitsgefühl, Kribbeln und Muskelschwäche im betroffenen Bereich. Da dieser Begriff für jeden Nerv oder jedes Nervenbündel gelten kann, variieren die spezifischen Symptome. Zum Beispiel können Menschen mit Diabetes an peripherer Neuropathie leiden, einer Form von Nerveneinklemmung, die die Spitzen von Nervenenden in der Nähe der Hautoberfläche betrifft. Die Symptome sind Berührungsempfindlichkeit, Fußgeschwüre und Gehschwierigkeiten. Jeder Bereich des Körpers, in dem Taubheitsgefühle auftreten, kann Nerveneinschlüsse aufweisen.

Risikofaktoren

Zu den Risikofaktoren bei der Kompression von Nerven zählen Krankheiten, Traumata und kürzlich aufgetretene extreme Gewichtsverluste oder -zunahmen. Obwohl Gewichtsverlust ein Faktor bei dieser Erkrankung sein kann, spielt die Gewichtszunahme mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Rolle. Einige Nervenkompressionen entstehen durch Körperfett, das auf die Oberfläche drückt. Eine plötzliche Gewichtszunahme kann die Außenseite des Nervs mit äußerer Kraft belasten und Schäden verursachen. Das Arbeitsumfeld kann auch Teil der Nerveneinschlussgleichung sein. Das Karpaltunnelsyndrom ist eine Form der Nervenkompression und kann mit dem Tippen oder der Benutzung des Computers zusammenhängen. Oft haben die Oberflächen von Nerven erbliche oder angeborene Defekte, die zu einer Kompression führen können.

Überlegungen

Während Gewichtsverlust eine Rolle bei der Einklemmung von Nerven spielen kann, ist es sicherlich nicht die am weitesten verbreitete. Weitere Überlegungen betreffen das Arbeitsumfeld, den Lebensstil, die Krankheit und das jüngste Trauma. Anorexia nervosa ist eine schwerwiegende und möglicherweise lebensbedrohliche Erkrankung. Wenn Sie vermuten, an dieser Essstörung zu leiden, müssen Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, um Komplikationen wie Nervenkompressionen zu vermeiden. Bei Taubheitsgefühl, Empfindlichkeit oder Kribbeln in einem Bereich sprechen Sie mit Ihrem Arzt über mögliche Ursachen. Die Behandlung von Nerveneinklemmungen hängt von der betroffenen Region ab, kann jedoch auch Änderungen der Gewohnheiten, Schutzvorrichtungen wie z. B. eine Zahnspange oder chirurgische Eingriffe umfassen.

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